Frankreich im November 2016

Wieder ein Abschnitt zu Fuß von Niedaltorf nach Emmersweiler – Saarland, Lothringen, dieses mal in Richtung Süden, um die letzte Lücke zu schließen. Gleich nach den ersten Metern

geht es über die Nied. Bei den Temperaturen ist an schwimmen nicht zu denken. Brücke – Fehlanzeige. Auf französischer Seite liegen 3 Kanus. Aber kein Mensch weit und breit, der als Fährmann herhalten könnte. Also muss der Umweg über die nächste Brücke in Kauf genommen werden

Nicht lange danach kommen wir durch Leidingen, das geteilte Dorf.  Entlang der Neutralen Straße verläuft die Grenze. Rechts Frankreich, links Deutschland. Schon kurios. In diesem 200 Seelen Dorf, weitab von allem, wie es scheint, gibt es alles doppelt: Kirche, Bäcker, Stromversorgung, Telefon, … Ein guter Artikel dazu ist zu finden im Spiegel online.

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Ein weiteres „komisches“ Dorf ist Naßweiler. Dort scheint eine einzelne Häuserzeile entlang der Grenzstraße in Deutschland zu stehen. Davon sind 10-12 Nachtbars mit Spielautomaten, die sich offensichtlich in französischer Hand befinden.

Insgesamt wirkt es hier oft so, als hätten die Franzosen direkt an die Grenze gebaut und die Deutschen so viel Abstand wie möglich gelassen. Dort ist meist nur Wald und Feld.

Auch an einem stillgelegten Tagebau entlang verläuft die Grenze genau an der Abbruchkante. Links der deutsche Wald, rechts der französische Tagebau. Beeindruckend, wie hier einmal gegraben wurde, welche Narben der Mensch der Natur zufügt und wie sie sich dennoch nicht unterkriegen lässt.

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