Immer wieder fragen wir uns

…warum tun wir uns das an? Sind es die Mühen wert?

Warum quälen wir uns am Sonntag Nachmittag nach bereits 7 Stunden Laufzeit noch einmal einen steilen Hang hinauf, weglos, durch kniehohes Gebüsch, in der Hitze, mit einem kiloschweren Rucksack auf dem Rücken? Warum setzen wir einen Schritt vor den anderen, um einer Schneise durch den Wald folgend, hinauf zu gelangen, wo doch keine Belohnung wartet? Warum schinden wir uns bis zur Erschöpfung, wissend, dass uns oben keine furiose Aussicht, keine warme Dusche, kein kühles Bier und auch kein weiches Nachtlager erwartet. Stattdessen die Ungewissheit über den weiteren Verlauf des Weges, den wir uns ausgesucht haben. Ist es eine Steilwand, ein Canyon, eine Weide, felsig zerklüftetes Gelände oder anderes?

Wir tun das nicht der Bequemlichkeit und des Genusses willen und nicht für bezahlbare Ziele, sondern um des Ruhmes willen, uns selbst überwunden zu haben. Jeder Schritt, den wir im verborgenen uns selbst bezwingen, lässt uns wachsen und stärker werden. Wir tun es, um ein selbst gestecktes Ziel zu erreichen, das nur hart erkämpft werden kann, das Mühe und Schweiß kostet, Ungewissheit und Ermüdung mit sich bringen kann. Aber dieses Ziel ist es wert, weil es einmalig ist, weil es uns zu Männern macht, die für ihre Ideale einstehen und weil der Weg selbst uns ahnen lässt, dass es größeres gibt, als das mühelose, abgesicherte Leben in geebneten Bahnen.

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